{"id":1338,"date":"2018-10-02T16:07:08","date_gmt":"2018-10-02T15:07:08","guid":{"rendered":"https:\/\/rosetta.vn\/short\/?p=1338"},"modified":"2018-10-02T16:07:08","modified_gmt":"2018-10-02T15:07:08","slug":"zeitbombe-altersversorgung-drei-gefahrliche-trends-bedrohen-unser-renten-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rosetta.vn\/short\/2018\/10\/02\/zeitbombe-altersversorgung-drei-gefahrliche-trends-bedrohen-unser-renten-system\/","title":{"rendered":"Zeitbombe Altersversorgung: Drei gef\u00e4hrliche Trends bedrohen unser Renten-System"},"content":{"rendered":"<div>T\u00ecnh h\u00ecnh l\u01b0\u01a1ng h\u01b0u \u1edf \u0110\u1ee9c: trung b\u00ecnh nam l\u00e0 c\u1ee1 1200 Euro, n\u1eef v\u00e0o c\u1ee1 700 Euro m\u1ed7i th\u00e1ng. Ng\u01b0\u1eddi h\u01b0u tr\u00ed v\u1edbi m\u1ee9c l\u01b0\u01a1ng n\u00e0y th\u00ec kh\u00f4ng s\u1ed1ng \u0111\u1ee7, n\u1ebfu thu\u00ea nh\u00e0 th\u00ec g\u1ea7n h\u1ebft ti\u1ec1n, c\u1ea7n c\u00f3 th\u00eam l\u01b0\u01a1ng h\u01b0u do qu\u1ef9 c\u1ee7a doanh nghi\u1ec7p \u0111\u00f3ng th\u00eam.<\/div>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<div><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/politik-zeitbombe-altersversorgung_id_9508332.html\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/focus-rentendilemma-bundeslaender2.jpg?w=750&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"displayDate\"><a title=\"FINANZEN Archiv\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/archiv\/finanzen\/01-09-2018\/\">Samstag, 01.09.2018, 00:00<\/a><\/div>\n<div class=\"leadIn\">Weil die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge jetzt in Rente gehen, steht das System vor dem Kollaps.<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Durchschnittsverdienern drohen Renten an der Armutsgrenze. Wegen der Niedrigzinsen wackelt auch die private Absicherung. In den Bilanzen der Lebensversicherer schlummern Milliarden- risiken. Finanzminister Scholz will eine Garantie des Rentenniveaus bis 2040. Kanzlerin Merkel lehnt das wegen der hohen Kosten ab. Text von Daniel Goffart<\/p>\n<p>Reinhard Str\u00f6bing hat sein Leben lang gearbeitet. Der 63-j\u00e4hrige Berliner war gelernter Restaurantmeister und unterrichtete nach der Wende als Ausbilder in der Gastronomie den Nachwuchs. Seit September 2017 ist er in Rente. \u201eIch konnte nicht mehr, die Knochen machen nicht mehr mit\u201c, sagt Str\u00f6bing. Sein Arzt hat\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Arthrose\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/arthritis\/\">Arthrose<\/a>festgestellt. Eine chronische Erkrankung, sehr schmerzhaft, nichts mehr zu machen. \u201eMit 16 habe ich angefangen, mit 62 aufgeh\u00f6rt\u201c, erz\u00e4hlt Str\u00f6bing. \u201eDas sind 46 Jahre Arbeit, ich finde, das muss reichen.\u201c Als Rente erh\u00e4lt er 925 Euro. Das reicht nur so gerade.<\/p>\n<p>Reinhard Str\u00f6bing steht zusammen mit seiner Frau Vera in einer Schlange an der Tafel der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg. Sie warten auf Lebensmittel, die gespendet wurden und jetzt von der Kirche an Bed\u00fcrftige verteilt werden. Mindestens 50 Menschen stehen hier geduldig an. Es gibt zwei M\u00fctter mit kleinen Kindern und eine arabisch aussehende, junge Familie, doch der Gro\u00dfteil der Wartenden sind \u00e4ltere Leute.<\/p>\n<p>Am Anfang musste sich das Ehepaar Str\u00f6bing \u00fcberwinden. Man komme sich an der Tafel \u201eschon ein bisschen komisch vor\u201c, sagt Vera, \u201efast so wie ein Bettler\u201c. Auch ihr Mann hatte anfangs Hemmungen, sich einfach etwas schenken zu lassen. \u201eWenn man immer gearbeitet und sein Geld verdient hat, macht man das nicht so gern.\u201c Aber die beiden Str\u00f6bings sind jetzt dankbar f\u00fcr die Gelegenheit, kostenlos Lebensmittel zu bekommen. \u201eDas hilft uns sehr.\u201c Vor allem frisches Obst und Gem\u00fcse seien sehr teuer geworden, sagen sie. \u201eDas sprengt unser Budget, wir m\u00fcssen auf jeden Cent achten.\u201c<\/p>\n<p>So wie den Str\u00f6bings geht es vielen Rentnern in Deutschland. Nach einem Leben voller Arbeit stehen sie im Alter pl\u00f6tzlich an der Schwelle zur Armut. Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland haben heute so kleine Renten, dass sie erg\u00e4nzende Sozialhilfe erhalten, das sogenannte\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Hartz IV\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/hartz-4\/\">Hartz IV<\/a>f\u00fcr Senioren. Hinzu kommt eine recht erhebliche versteckte Altersarmut, denn viele Senioren wissen nicht um ihre Anspr\u00fcche oder sch\u00e4men sich, zum Sozialamt zu gehen. Beunruhigend ist auch, dass sich die Zahl der Grundsicherungsempf\u00e4nger unter den Senioren seit 2003 verdoppelt hat.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>An der Tafel im Berliner Szene-Bezirk Prenzlauer Berg prallen zwei Welten aufeinander. Rundum sanierte Altbauten, elegante Galerien und schicke Caf\u00e9s, in denen der Latte macchiato und ein St\u00fcck\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu veganer\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/vegan\/\">veganer<\/a>Kuchen fast zehn Euro kosten. Hier, direkt neben der Tafel, zelebrieren Hipster und Trendsetter das l\u00e4ssige Leben der jungen Gro\u00dfstadt-Boheme. Alte Menschen mit Billigkleidung fallen sofort auf.<\/p>\n<p>Vera Str\u00f6bing ist 58 Jahre alt, sie hat drei Kinder erzogen, zwischendurch immer gearbeitet und in den letzten Jahren ihre Eltern gepflegt. Sie ist jetzt selbst schwer krank, die \u00c4rzte haben einen Tumor festgestellt. \u201eMir fehlen f\u00fcnf Jahre bis zur Rente, aber ich kann so gut wie nicht mehr arbeiten\u201c, sagt sie. Vom Sozialamt erh\u00e4lt sie 162 Euro; zusammen mit ihrem Mann hat sie also jeden Monat 1087 Euro zur Verf\u00fcgung. Allein die Miete f\u00fcr ihre 88 Quadratmeter gro\u00dfe 3-Zimmer-Wohnung kostet mit allen Nebenkosten 710 Euro. Das ist nicht viel f\u00fcr Prenzlauer Berg. Trotzdem w\u00fcrde das Rentnerpaar gern in eine kleinere und billigere Wohnung umziehen. Aber f\u00fcr weniger als 700 Euro warm bekommt man in dem Viertel inzwischen nur noch eine 1-Zimmer-Wohnung. Ganz wegziehen in Bezirke mit geringeren Mieten wollen die Str\u00f6bings nicht, sie leben hier seit fast einem halben Jahrhundert. \u201eDas ist unsere Heimat, hier sind unsere Kinder gro\u00df geworden.\u201c<\/p>\n<p>Also m\u00fcssen sie mit 377 Euro pro Monat und den paar Lebensmitteln von der Tafel \u00fcber die Runden kommen. Man kann damit zwar \u00fcberleben. Aber leben?<\/p>\n<p>Doch das ist erst der Anfang. Die gr\u00f6\u00dften Gefahren f\u00fcr die Altersversorgung in Deutschland lauern in drei unterschiedlichen Entwicklungen, die eine tickende Zeitbombe f\u00fcr das ganze System bedeuten: Erstens ist die Struktur des heutigen Arbeitsmarkts nicht mehr nachhaltig. Zweitens gehen in n\u00e4chster Zeit die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge in Rente und \u00fcberfordern die Rentenkasse allein durch ihre schiere Zahl. Drittens sind die dauerhaft niedrigen Zinsen Gift f\u00fcr die Lebensversicherungen und Pensionskassen, die immer weniger in der Lage sind, ihre Zusagen an die kommende Rentnergeneration einzul\u00f6sen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix mediav2\">\n<div id=\"imagefwid2\" class=\"image clearfix\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"Sinkende Renten trotz steigender Beitr\u00e4ge\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/focus-rentendilemma3.jpg?resize=630%2C474&#038;ssl=1\" alt=\"Altersvorsorge, Rente\" width=\"630\" height=\"474\" border=\"0\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<div class=\"caption clearfix\"><span class=\"source\">Prognose 2015<\/span><span class=\"caption\">Sinkende Renten trotz steigender Beitr\u00e4ge<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<h2>1. Heute prek\u00e4r besch\u00e4ftigt = sp\u00e4ter armer Rentner<\/h2>\n<p>Rund zw\u00f6lf Millionen Menschen sind derzeit gering oder befristet besch\u00e4ftigt, haben Minijobs oder sind auf Leih- und Zeitarbeitsvertr\u00e4ge angewiesen. Das sind rund 25 Prozent der arbeitenden Bev\u00f6lkerung \u2013 Tendenz stark steigend. Anders gesagt: Jeder vierte Arbeitnehmer verdient wenig oder unregelm\u00e4\u00dfig und kann deshalb sp\u00e4ter nicht auf eine ausk\u00f6mmliche Rente hoffen. Auch f\u00fcr die knapp eine Million Langzeitarbeitslosen ist Altersarmut programmiert. Seit 2011 zahlt f\u00fcr diesen Personenkreis niemand mehr in die Rentenkasse ein. Ihr Anspruch f\u00fcr die Zeit der Arbeitslosigkeit liegt bei null. Oft vergessen in den einschl\u00e4gigen Statistiken werden auch die 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrentner, deren Minirenten sp\u00e4ter in ebenso k\u00fcmmerliche Altersrenten umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Das Problem ist nicht auf Ungelernte, Kranke oder sogenannte nicht vermittelbare Arbeitslose begrenzt. Auch die Mittelschicht ist gegen einen Abstieg in die Altersarmut nicht gefeit. Jeder dritte Vollzeitbesch\u00e4ftigte in Deutschland musste 2017 mit maximal 2400 Euro\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu brutto\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/brutto-netto-rechner\/\">brutto<\/a>im Monat oder mit weniger auskommen. Wenn diese Arbeitnehmer in einigen Jahren in den Ruhestand gehen, gelten sie statistisch zwar nicht als arm. Sie werden sich aber dennoch mit sehr kleinen Renten am Rande der Armut durchschlagen m\u00fcssen. Bei den knapp 784.000 Neurentnern, die 2016 erstmals eine gesetzliche Altersversorgung erhielten, betrug die Durchschnittsrente gerade einmal 837 Euro. Das ohnehin schon bescheidene Niveau des bisherigen Mittelstandslebens ist dann schlagartig Vergangenheit.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"pdfbox6752130\" class=\"textPDF ps-tracking-position ps-trackingposition_PDFkasten\">\n<div class=\"clearfix\">Das trifft in noch viel st\u00e4rkerem Ma\u00dfe auf Frauen zu. Mehr als ein Drittel aller Frauen in Deutschland arbeiten in Teilzeit. Sie erreichen im Schnitt gerade einmal 34 anrechenbare Versicherungsjahre. Entsprechend gering fallen ihre Altersbez\u00fcge aus: Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag f\u00fcr Frauen, die 2016 in Altersrente gegangen sind, betrug 685 Euro. Damit sind die Frauen unbestreitbar arm.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Nun sind viele aus den rentennahen Jahrg\u00e4ngen noch\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu verheiratet\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/hochzeit\/\">verheiratet<\/a>und profitieren von der Versorgung ihres Ehemanns mit. Aber die Zahl der verheirateten Frauen geht wegen der hohen Scheidungsrate kontinuierlich zur\u00fcck. 2016 betrug die Scheidungsquote knapp 40 Prozent. Das bedeutet, dass vier von zehn Ehen wieder auseinandergehen und k\u00fcnftig mehr Frauen als bisher im Alter allein dastehen. Au\u00dferdem sind zu Recht immer weniger Frauen bereit, nur aus Versorgungsgr\u00fcnden \u00fcber Jahrzehnte eine ungl\u00fcckliche Ehe zu f\u00fchren. Abhilfe ist schwer: Von ihren geringen Durchschnittsverdiensten k\u00f6nnen die heutigen Arbeitnehmer nur wenig f\u00fcr das Alter zur\u00fccklegen.<\/p>\n<p>Wer aber sp\u00e4ter als Rentner keinen Partner hat oder wer nicht \u00fcber abbezahltes Wohneigentum verf\u00fcgt, sondern in gro\u00dfen St\u00e4dten teure Mieten zahlen muss, der ger\u00e4t schnell unter Druck.<\/p>\n<p>Immer mehr alte Menschen sind denn auch nicht mehr in der Lage, ihre\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Wohnungen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/wohnung\/\">Wohnungen<\/a>zu halten. Die fortschreitende Gentrifizierung in begehrten Szene-Kiezen und City-Lagen beweist das eindeutig. Vor allem Rentner sind zum Auszug in kleinere und billigere Quartiere am Stadtrand verdammt. Sie m\u00fcssen ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen und gegen ein meist schlechteres eintauschen. Dabei wird es den wenigsten helfen, dass die gro\u00dfe Koalition gerade beschlossen hat, Geringverdienern mit mindestens 35 Beitragsjahren eine Grundrente zu zahlen, die mindestens zehn Prozent \u00fcber dem Hartz-IV-Niveau liegt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix mediav2\">\n<div id=\"imagefwid4\" class=\"image clearfix\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"Problem Demografie\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/focus-rentenproblem2.jpg?resize=630%2C793&#038;ssl=1\" alt=\"Altersvorsorge, Rente\" width=\"630\" height=\"793\" border=\"0\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<div class=\"caption clearfix\"><span class=\"source\">DRV<\/span><span class=\"caption\">Problem Demografie<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<h2>2. Die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge gehen in Rente<\/h2>\n<p>1964 hatten viele Menschen einen Grund zur Freude, denn in diesem Jahr wurden so viele Kinder geboren wie nie zuvor in der Bundesrepublik. Auch die Finanzierung der Renten war sicher: Damals kamen ungef\u00e4hr sechs Arbeitnehmer f\u00fcr einen Rentner auf. Heute betr\u00e4gt das Verh\u00e4ltnis fast zwei zu eins. Wenn die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge aus den sp\u00e4ten f\u00fcnfziger und den gesamten sechziger Jahren jetzt Schritt f\u00fcr Schritt in den Ruhestand gehen, wird die Relation noch ung\u00fcnstiger. Im Jahr 2050 kommen auf einen Rentner nur noch 1,5 Arbeitnehmer. Damit ist die demografische Belastung der arbeitenden Bev\u00f6lkerung in Deutschland die zweith\u00f6chste der Welt. Nur in Japan ist das Verh\u00e4ltnis noch ung\u00fcnstiger.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix mediav2\">\n<div id=\"imagefwid5\" class=\"image clearfix\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"Unter dem Durchschnitt: Gemessen an anderen L\u00e4ndern, gehen die Deutschen vergleichsweise fr\u00fch in Rente. In Japan ist die \u00dcberalterung noch gr\u00f6\u00dfer als bei uns, aber dort m\u00fcssen die Menschen auch wesentlich l\u00e4nger im Beruf bleiben\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/focus-rentendilemma-reneneintritt.jpg?resize=630%2C353&#038;ssl=1\" alt=\"Altersvorsorge, Rente\" width=\"630\" height=\"353\" border=\"0\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<div class=\"caption clearfix\"><span class=\"source\">OECD<\/span><span class=\"caption\">Unter dem Durchschnitt: Gemessen an anderen L\u00e4ndern, gehen die Deutschen vergleichsweise fr\u00fch in Rente. In Japan ist die \u00dcberalterung noch gr\u00f6\u00dfer als bei uns, aber dort m\u00fcssen die Menschen auch wesentlich l\u00e4nger im Beruf bleiben<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Um die Beitr\u00e4ge zur Rentenversicherung nicht ausufern zu lassen, zahlt der Staat gigantische Summen in die Rentenkassen ein. Aktuell flie\u00dft fast jeder dritte Euro, den der Bund einnimmt, in die gesetzliche Altersvorsorge \u2013 zus\u00e4tzlich zu den von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gezahlten Beitr\u00e4gen. Im Jahr 2020 wird der aus Steuermitteln gezahlte Zuschuss des Bundes erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro \u00fcbersteigen. Schon zwei Jahre sp\u00e4ter wird er dann bei 109 Milliarden Euro pro Jahr liegen und damit mehr als doppelt so stark wachsen wie der gesamte Bundeshaushalt. Hinzu kommen 67 Milliarden Euro, die der Staat jedes Jahr f\u00fcr die Pensionen seiner Beamten und Soldaten ausgeben muss.<\/p>\n<p>Trotz dieser gigantischen Zusch\u00fcsse ist das Rentenniveau seit 2001 kontinuierlich von 53 auf 48 Prozent gesunken. Wenn es bei der geltenden Rentenformel geblieben w\u00e4re, h\u00e4tte das Rentenniveau nach einer Prognose des Bundesarbeitsministeriums im Jahr 2045 nur noch 41,7 Prozent betragen. Damit w\u00e4re eine grassierende Altersarmut bis weit hinein in die Mittelschicht nicht mehr aufzuhalten gewesen. Der fr\u00fchere Bundesarbeitsminister Norbert Bl\u00fcm spricht deshalb von einem \u201e\u00fcbergeschnappten System\u201c. Wenn Millionen Menschen als Geringverdiener den ganzen Tag arbeiten, trotzdem kaum davon leben k\u00f6nnen und sp\u00e4ter dann als Rentner sogar noch zum Sozialamt m\u00fcssen, k\u00f6nne doch etwas nicht stimmen, emp\u00f6rt sich\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu der CDU\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/organisationen\/cdu\/\">der CDU<\/a>-Politiker. Solche Verh\u00e4ltnisse w\u00fcrden von der Gesellschaft irgendwann nicht mehr akzeptiert. \u201eEin System, aus dem man mit Beitr\u00e4gen nicht mehr bekommt als jemand, der keine Beitr\u00e4ge gezahlt hat, erledigt sich von selbst\u201c, warnt Bl\u00fcm.<\/p>\n<p>An sein eigenes Versprechen wird der immer noch umtriebige Erfolgsautor sozialkritischer B\u00fccher allerdings ungern erinnert. \u201eDenn eins ist sicher: die Rente\u201c plakatierte Bl\u00fcm 1986 auf dem Bonner Marktplatz. Das war zwar noch vor der Einheit, in deren Verlauf Millionen Leistungsbezieher hinzukamen. Aber richtig war der Spruch schon damals nicht. Zwar ist die Rente sicher, aber eben nicht mehr deren H\u00f6he.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix mediav2\">\n<div id=\"imagefwid6\" class=\"image clearfix\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/focus-altersmisere1.jpg?resize=630%2C335&#038;ssl=1\" alt=\"Altersvorsorge, Rente\" width=\"630\" height=\"335\" border=\"0\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<div class=\"caption clearfix\"><span class=\"source\">Bertelsmann Stiftung, IfD Allensbach<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Um den Kollaps des Systems zu verhindern, hat die gro\u00dfe Koalition beschlossen, dass es bis 2025 eine \u201edoppelte Haltelinie\u201c geben soll. Das bedeutet zweierlei: Das Rentenniveau wird auf dem heutigen Stand von 48 Prozent abgesichert. Au\u00dferdem soll durch weitere Steuermittel sichergestellt werden, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung 20 Prozent nicht \u00fcbersteigt. Allein diese Ma\u00dfnahme erfordert nach Berechnungen des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Sozialrecht und Sozialpolitik in\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu M\u00fcnchen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/regional\/muenchen\/\">M\u00fcnchen<\/a>im Jahr 2025 weitere elf Milliarden Euro Zuschuss. Da die Zahl der Rentner immer weiter steigt, werden zehn Jahre sp\u00e4ter noch einmal 80 Milliarden mehr gebraucht. \u201eUnbezahlbar\u201c, lautet das Fazit der Forscher.<\/p>\n<p>Weil die Bundesregierung diese Zahlen ebenso kennt wie die eindringlichen Warnungen aller Sachverst\u00e4ndigen, hat sie beschlossen, eine neue Rentenkommission einzusetzen. Der zust\u00e4ndige Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat dadurch erst einmal etwas Zeit gewonnen. Geleitet wird die Kommission von den beiden Sozialpolitikern Gabriele L\u00f6sekrug-M\u00f6ller (SPD) und Karl Schiewerling (CDU). Bereits im M\u00e4rz 2020 sollen konkrete Konzepte vorliegen, wie ab 2025 weiter verfahren wird. F\u00fcr die Entwicklung einer gro\u00dfen Rentenreform ist das knapp bemessen.<\/p>\n<p>Der\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu FDP\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/organisationen\/fdp\/\">FDP<\/a>-Politiker Johannes Vogel warf der Bundesregierung deshalb nicht ganz zu Unrecht vor, dass sie mit der doppelten Haltelinie erst teure Wahlgeschenke gemacht und danach eine Kommission bestellt habe, die sich Gedanken \u00fcber deren Finanzierung machen soll. Das ist in etwa so, als w\u00fcrde man im Restaurant ein \u00fcppiges Men\u00fc bestellen, ohne zu wissen, wie man es sp\u00e4ter bezahlen soll.<\/p>\n<p>Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) teilt diese Sichtweise nicht. Er forderte sogar, das bisherige Rentenniveau nicht nur bis 2025, sondern bis 2040 zu garantieren. Obwohl bis 2040 daf\u00fcr die Mehrkosten auf rund 500 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt werden, sieht Scholz keine Notwendigkeit f\u00fcr Steuererh\u00f6hungen. Wenn die Unternehmen ihre Besch\u00e4ftigten wirklich bis zur Altersgrenze arbeiten lie\u00dfen, sei schon viel gewonnen, sagt der Finanzminister. Und wenn sich die Steuereinnahmen bis 2040 weiter so entwickeln wie in den vergangenen zehn Jahren, sei ein h\u00f6herer Bundeszuschuss zur Rentenkasse gut m\u00f6glich. Scholz, der als einer der n\u00e4chsten Kanzlerkandidaten\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu der SPD\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/organisationen\/spd\/\">der SPD<\/a>gilt, will mit dem Thema\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Werbung\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/werbung\/\">Werbung<\/a>f\u00fcr seine Not leidende Partei machen. In Umfragen begr\u00fc\u00dft eine Mehrheit seinen Vorsto\u00df. Die Kanzlerin lehnt ihn unter Verweis auf die Kommission und die Kosten ab, aber sie wird die Diskussion schwerlich verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der CDU-Sozialexperte Peter Weiss ist denn auch \u00fcberzeugt, dass man in der Rentenpolitik weiterhin \u201ean allen Stellschrauben drehen\u201c und dabei \u201eauch an Tabus r\u00fctteln muss\u201c. Auf Dauer werde weder das Rentenniveau von 48 Prozent noch die Beitragsgrenze zur Rentenversicherung in H\u00f6he von 20 Prozent zu halten sein, sagt Weiss. Selbst die bisherige Altersgrenze sei angesichts der steigenden Lebenserwartung \u201enicht in Stein gemei\u00dfelt\u201c. Das Prognos-Institut und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sehen es genauso. \u201eDie Erh\u00f6hung des gesetzlichen Rentenalters auf 69 Jahre\u201c, so GDV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Schwark, \u201edarf auf Dauer kein Tabu sein.\u201c<\/p>\n<p><em><strong>Dramatische Ver\u00e4nderung:\u00a0<\/strong>Immer weniger Arbeitnehmer m\u00fcssen immer mehr Rentner finanzieren. Waren im Jahr 2000 noch mehr als vier Berufst\u00e4tige f\u00fcr einen Ruhest\u00e4ndler verantwortlich, so wird die Last in gut 30 Jahren auf den Schultern von nur noch 1,5 Arbeitnehmern ruhen<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>2000: 4,1<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em><strong>2010: 3,3<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em><strong>2020: 2,9<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em><strong>2030: 2,2<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em><strong>2050: 1,5<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em><strong>2040: 1,9<\/strong><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<h2>3. Lebensversicherungen und Pensionskassen in Gefahr<\/h2>\n<p>Die dritte bedrohliche Entwicklung bei\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu der Altersvorsorge\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/altersvorsorge\/\">der Altersvorsorge<\/a>findet bei den betrieblichen Pensionskassen und privaten Versicherungen statt. Hier wird die Mittelschicht besonders hart getroffen, denn keine andere soziale Gruppe investiert so viel Geld in eine zus\u00e4tzliche Absicherung wie die normalen Angestellten und kleinen Selbstst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Die beliebteste Anlageform ist die kapitalbildende Lebensversicherung; eine Art Eier legende Wollmilchsau: klassische Versicherung und gleichzeitig Spardose. Das Papier ist unverzichtbar bei der Risikoabsicherung und wird von den Banken auch gern akzeptiert, wenn man\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu einen Kredit\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/kredit\/\">einen Kredit<\/a>f\u00fcr eine Immobilie absichern will. Insgesamt 88 Millionen solcher Policen gibt es in Deutschland.<\/p>\n<p>Doch inzwischen sinkt das Vertrauen in die Papiere. Der langj\u00e4hrige Versicherungsmanager Sven Enger, der es bis in den Vorstand namhafter Assekuranzen schaffte, warnt in seinem j\u00fcngst erschienenen Buch \u201eAlt, arm und abgezockt\u201c eindringlich vor den versteckten Risiken. Die einst bei Vertragsabschluss versprochenen Renditen l\u00f6sen sich seit Jahren St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck in Luft auf. Als Kunde bekommt man heute bei Weitem nicht mehr das, was einem anfangs in Aussicht gestellt wurde, sagt der Branchen-Insider. \u201eDas ist ein schwerer Schlag f\u00fcr alle, die ihre Lebensplanung und ihren Ruhestand darauf aufgebaut haben.\u201c<\/p>\n<p>Noch ist der H\u00f6hepunkt dieser schleichenden Krise nicht erreicht. \u00c4hnlich wie in der Rentenversicherung kommen auch auf die Lebensversicherer die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge zu. In den n\u00e4chsten Jahren erreichen die Policen der Babyboomer-Generation die Auszahlungsphase. Der ohnehin schon hohe Liquidit\u00e4tsbedarf der Versicherer wird dann noch mal erheblich steigen. Das ist in der anhaltenden Phase der Niedrigzinsen ein gewaltiges Problem f\u00fcr die Branche, denn sie erzielt nur noch Renditen, die unter denen liegen, die sie den Kunden auszahlen muss.<\/p>\n<p>In ihrer Not greifen einige Versicherer in die Spardose und verkaufen aus ihrem Bestand die wenigen Wertpapiere und Beteiligungen, die noch eine nennenswerte Verzinsung aufweisen. Oder man st\u00f6\u00dft die l\u00e4stigen Lebensversicherungen ab, bevor es noch schlimmer wird. Generali beispielsweise will seine Tochter Generali Leben mit vier Millionen Policen an den Abwickler Viridium verkaufen. Der Fall besch\u00e4ftigt auch die Bundesanstalt f\u00fcr Finanzaufsicht (Bafin). \u201eDurch einen Unternehmensverkauf darf kein Versicherungsnehmer schlechter gestellt werden\u201c, warnt Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund. Eine Genehmigung f\u00fcr den Deal mit dem Abwickler ist noch nicht erteilt. Die Bafin werde den Fall genau pr\u00fcfen, verspricht Grund.<\/p>\n<p>Mit solchen Verk\u00e4ufen k\u00f6nnen\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu die Versicherungen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/versicherungen\/\">die Versicherungen<\/a>zwar kurzfristig ihren Kapitalbedarf decken. Aber ohne attraktive Zinsertr\u00e4ge ist die Kapitallebensversicherung am Ende. Versicherungsprofi Enger glaubt denn auch, dass f\u00fcr einige Firmen der Branche ein Crash nicht mehr zu verhindern ist. \u201eDie Frage ist nicht, ob ein Crash kommt, sondern wann er kommt.\u201c<\/p>\n<h2>Im Video: Absturz im globalen Renten-Ranking: Deutschland rutscht von Platz 6 auf 13<\/h2>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix mediav2\">\n<div id=\"videofwid9\" class=\"video clearfix\">\n<div id=\"playerswffwid9\" class=\"video\"><a class=\"_vid_\" title=\"Zinsen, Inflation, Sparbuch: Absturz im globalen Renten-Ranking: Deutschland rutscht von Platz 6 auf 13\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/renten-ranking-deutschland-rutscht-von-platz-6-auf-13_id_9545333.html\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"Absturz im globalen Renten-Ranking: Deutschland rutscht von Platz 6 auf 13\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/5b913ab960b2a7439b11a171-568x320-1-sep-06-2018-15-47-49-poster.jpg?resize=630%2C355&#038;ssl=1\" width=\"630\" height=\"355\" border=\"0\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"caption clearfix\"><span class=\"source\">FOCUS Online\/Wochit<\/span><span class=\"caption\">Absturz im globalen Renten-Ranking: Deutschland rutscht von Platz 6 auf 13<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>\u00c4hnlich brisant stellt sich die Lage der Pensionskassen dar, in denen ein Gro\u00dfteil der betrieblichen Altersvorsorge liegt. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind im Wesentlichen die gleichen wie bei den Lebensversicherern. Mit dauerhaft niedrigen Zinsen l\u00e4sst sich nicht genug Rendite erzielen, um die Anspr\u00fcche der Versicherten zu erf\u00fcllen. Auch hier schaut die Bafin genau hin. Die Aufsichtsbeh\u00f6rde neigt nicht zur Dramatik, aber sie warnte vor einigen Wochen ausdr\u00fccklich vor einer bedrohlichen Schieflage. Die Situation f\u00fcr die 137 Pensionskassen in Deutschland sei \u201enoch ernster als vor zwei Jahren\u201c, hie\u00df es im Bericht der Aufseher. \u201eWenn\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu die Zinsen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/thema\/zinsen\/\">die Zinsen<\/a>auf dem aktuellen Niveau bleiben, wird sie sich noch weiter versch\u00e4rfen.\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich nennt die Bafin keine Namen, um bei den Besch\u00e4ftigten und den Aktion\u00e4ren der betroffenen Unternehmen keine Panik aufkommen zu lassen. Die unter Druck geratenen Kassen sollen nicht noch zus\u00e4tzlich in Schwierigkeiten gebracht werden. Klar ist aber, dass es sich bei den \u201eSorgenkindern\u201c nicht nur um Einzelf\u00e4lle handelt. Inzwischen stehe jede dritte Pensionskasse unter \u201eversch\u00e4rfter Beobachtung\u201c, hei\u00dft es seitens der Bafin. Und um jede zehnte Kasse macht sich die Finanzaufsicht nach Aussage ihres Exekutivdirektors Frank Grund sogar \u201eerhebliche Sorgen\u201c.<\/p>\n<p>Dass die Rechnung auf lange Sicht nicht aufgehen w\u00fcrde, konnte man bei genauem Hinsehen schon nach der Finanzkrise erahnen, als 27 der 137 Pensionskassen ihren Rentenfaktor k\u00fcrzen, also ihre Leistungen zur\u00fcckfahren mussten. Inzwischen sind es 29. Eine davon war die BVV, in der die Betriebsrenten der Bankangestellten geb\u00fcndelt werden. Leider ist die BVV auch zugleich die gr\u00f6\u00dfte deutsche Pensionskasse. Geriete sie in ernsthafte Schwierigkeiten, k\u00f6nnte es leicht einen Dominoeffekt geben.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock orange-button-artobj ps-tracking-position ps-trackingposition_OrangerButton\">\n<h2>Wie hoch wird Ihre Rente?<\/h2>\n<div class=\"btnFrame\"><a class=\"orange-button ps-tracking-comlinks ps-trackingname_Intern_Rentenrechner_Button_5125897\" title=\"Hier Rente berechnen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/tid-8425\/rentenrechner_aid_68489.html\" rel=\"follow\">Hier Rente berechnen<\/a><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Ohne frisches Kapital von au\u00dfen w\u00fcrden einige Pensionskassen \u201enicht mehr ihre vollen Leistungen erbringen\u201c, warnt die Finanzaufsichtsbeh\u00f6rde. Das ist zur\u00fcckhaltend formuliert, kann am Ende aber nur bedeuten, dass ohne zus\u00e4tzliche und au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige St\u00fctzungszahlungen der betroffenen Unternehmen Millionen von Arbeitnehmern weniger Betriebsrenten erhalten, als sie eigentlich gedacht haben.<\/p>\n<p>In Deutschland sorgen derzeit rund sieben Millionen Besch\u00e4ftigte und ihre Arbeitgeber mithilfe einer Pensionskasse zus\u00e4tzlich f\u00fcr ihr Alter vor. In diesen Einrichtungen liegen rund 165 Milliarden Euro bereit, \u00fcber eine Million Rentner ernten bereits die Fr\u00fcchte ihrer Vorsorge. Es sind im Wesentlichen die Altersabsicherungen der Mittelschicht, die in Gefahr geraten sind.<\/p>\n<h2>4. Den Rentnern im Ausland geht es oft besser<\/h2>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass das reiche Deutschland bei internationalen Vergleichen ziemlich schlecht abschneidet. Die OECD hat 2017 in einer aufwendigen Studie die Rentensysteme in 35 L\u00e4ndern verglichen. Das besch\u00e4mende Resultat: Nur\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu in Mexiko\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/orte\/mexiko\/\">in Mexiko<\/a>und\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Polen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/orte\/polen\/\">Polen<\/a>bekamen die Geringverdiener eine noch niedrigere Rente als hierzulande.<\/p>\n<p>Im Unterschied zu Deutschland, wo aus Klein- und Durchschnittsverdienern oft arme Senioren werden, erhalten Menschen mit kleinen Einkommen bei unseren EU-Nachbarn eine deutlich bessere Altersversorgung. In D\u00e4nemark und Irland liegt sie h\u00e4ufig \u00fcber dem fr\u00fcheren Einkommen, in den\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Niederlanden\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/orte\/niederlande\/\">Niederlanden<\/a>oder\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu in Luxemburg\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/orte\/luxemburg\/\">in Luxemburg<\/a>nur knapp darunter.<\/p>\n<p>Auch bei unserem s\u00fcdlichen Nachbarn geht es den Senioren deutlich besser als bei uns. In \u00d6sterreich gilt der Grundsatz, dass die Rente im Alter den Lebensstandard sichern muss. Nach 45 Berufsjahren erh\u00e4lt ein \u201ePensionist\u201c, wie die Rentner in \u00d6sterreich genannt werden, etwa 80 Prozent seines durchschnittlichen Bruttoeinkommens. Nicht zuletzt m\u00fcssen die Pension\u00e4re in \u00d6sterreich auch sehr viel weniger Steuern auf ihre Alterseink\u00fcnfte bezahlen als in Deutschland. Allerdings sind die monatlichen Beitr\u00e4ge zur Rentenversicherung in \u00d6sterreich mit 22,8 Prozent h\u00f6her als bei uns.<\/p>\n<p>Doch das allein kann die enormen Leistungsunterschiede der L\u00e4nder nicht erkl\u00e4ren. Wie also finanzieren die Niederl\u00e4nder und \u00d6sterreicher die vergleichsweise gener\u00f6sen Renten ihrer B\u00fcrger? Schlie\u00dflich sind Wirtschaftsstruktur und Wohlstand in beiden Nachbarl\u00e4ndern durchaus mit Deutschland vergleichbar. In allen drei L\u00e4ndern zahlt der Staat auch einen relativ hohen Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung.<\/p>\n<p>Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass der Kreis der Einzahler wesentlich gr\u00f6\u00dfer ist als bei uns. Sowohl in den Niederlanden als auch in \u00d6sterreich werden alle Arbeitnehmer als Beitragszahler f\u00fcr die staatlichen Rentenkassen herangezogen, also auch Freiberufler, Selbstst\u00e4ndige, alle Minijobber, Politiker und sehr reiche Menschen, die von den Eink\u00fcnften aus ihrem Privatverm\u00f6gen leben. Vor allem aber m\u00fcssen auch die Beamten mit zur Stabilit\u00e4t der staatlichen Altersversorgung beitragen. Das ist eine gro\u00dfe und relevante Gruppe, die in Deutschland sowohl als Aktive wie auch als Pension\u00e4re allein aus Steuermitteln bezahlt wird. Aber dieses politische Pulverfass, das steht jetzt schon fest, wird die gro\u00dfe Koalition niemals antasten.<\/p>\n<h2>Im Video: Experten fordern \u00c4nderungen &#8211; Starre Einkommensgrenzen bringen Familien um Sozialleistungen<\/h2>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix mediav2\">\n<div id=\"videofwid12\" class=\"video clearfix\">\n<div id=\"playerswffwid12\" class=\"video\"><a class=\"_vid_\" title=\"Experten fordern \u00c4nderungen: Starre Einkommensgrenzen bringen Familien um Sozialleistungen\" href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/finanzen_news_armut_in_deutschland\/sozialleistungen-experten-kritisieren-starre-einkommensgrenzen_id_9383866.html\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"Starre Einkommensgrenzen bringen Familien um Sozialleistungen\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rosetta.vn\/short\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/10\/5b6aae6660b26e60a582cdd7-568x320-1-aug-08-2018-9-25-33-poster.jpg?resize=630%2C355&#038;ssl=1\" width=\"630\" height=\"355\" border=\"0\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"caption clearfix\"><span class=\"source\">FOCUS Online\/Wochit<\/span><span class=\"caption\">Starre Einkommensgrenzen bringen Familien um Sozialleistungen<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\"><\/div>\n<div id=\"news-pagination\">\n<div class=\"top-buttons\">\n<div class=\"pagging\">\n<ul>\n<li class=\"label\">Seite<\/li>\n<li><a class=\"first active\" title=\"Zeitbombe Altersversorgung\">1<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p>Source: <em><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/politik-zeitbombe-altersversorgung_id_9508332.html\">Zeitbombe Altersversorgung: Drei gef\u00e4hrliche Trends bedrohen unser Renten-System &#8211; FOCUS Online<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00ecnh h\u00ecnh l\u01b0\u01a1ng h\u01b0u \u1edf \u0110\u1ee9c: trung b\u00ecnh nam l\u00e0 c\u1ee1 1200 Euro, n\u1eef v\u00e0o c\u1ee1 700 Euro m\u1ed7i th\u00e1ng. 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